Mit Wellness habe ich bisher noch keine guten Erfahrungen gemacht. Die erste Massage endete mit einem blauen Rücken. Meine erste Maniküre bescherte mir blutige Finger. Am schlimmsten war jedoch mein erster Saunagang, der einen kaputten kleinen Zeh zur Folge hatte. Wochenlang band ich ihn mit Duck Tape am Zeh daneben fest.

Pech, würde ich sagen! Dennoch hielt ich mich bis vor kurzem von solch gefährlichen Aktivitäten fern. Und dann, dann kam Finnland! Schon seit Jahrhunderten nutzen die Finnen ihre Sauna. Sogar auf einer kleinen Leuchtturminsel weit vor der Küste bauten sich die ansässigen Familien eine Sauna auf die Insel. Diese Tradition führen die Finnen bis heute fort.

Als Gast wird man schnell zu einem Saunagang eingeladen. Für mich hieß es also tief durchatmen und einen zweiten Versuch wagen. Dafür konnte ich mir keinen besseren Ort aussuchen!

Mitten im Wald an einem See lag die Wochenendhütte unserer Gastgeber, dem Schweinebauern Kasper und seiner Familie. Dekoriert mit Möbeln und Tapeten aus den 70er Jahren war sie genau das, was man sich unter einer Waldhütte vorstellt. Daneben, direkt am Ufer, stand eine weitere kleine Hütte mit Sauna und Terrasse. Idyllisch, nicht wahr? Bei mir setzte leichte Nervosität ein.

Geheizt wurde mit Holz. Steine wurden in einer großen Schale darüber für den Aufguss erhitzt. Die ganze Vorrichtung erwärmte außerdem Wasser, um dieses, gemischt mit kaltem Wasser, für eine finale Dusche nutzen zu können. Ganz schön abenteuerlich sah das aus. In meinem Kopf spielte sich bereits ein Katastrophenszenario ab. Während wir einen Holzscheit nachlegen würden, würde ein Funke aus dem Ofen herausspringen und die Hütte lichterloh in Brand setzen…

Ein bis zwei Stunden nachdem Kasper die Sauna in Gang gesetzt hatte war es dann soweit. Weglaufen gilt nicht! War das heiß!!! Heißer als mein damaliger Saunagang. Wesentlich heißer. Das hatte zur Folge, dass ich mit Vorliebe an die Wand starrte, um nicht Richtung Feuer blicken zu müssen. Das beruhigte auch meine Katastrophenfantasien.

Um mir keine Blöße zu geben wollte ich warten, bis die erste Person hinaus zum See ging. Wahnsinn, wie hielten das alle aus? Dabei saßen sie alle noch viel höher als ich. Endlich! Nach einer gefühlten Ewigkeit rannte ich der erst besten Person hinterher in den See hinein. Toll! Endlich eine Abkühlung!

Offenlegung: Vielen Dank an LMG Management und VisitFinland, die uns eingeladen haben ein Wochenende auf Kimitoön zu verbringen.

One Comment

  1. Beh, coraggiosa ! Come ho già detto le foto rispecchiano il silenzio e la solitudine del paesaggio.

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