Die letzte Kochaktion mit der Tom Kha Gai Suppe hat mich an das asiatische Essen erinnert. Dort haben mir vor allem die vietnamesischen Gerichte gefallen.

Verwunderlich war, dass immer im passenden Moment eine Straßenküche auftauchte. Gefühlt sprießen sie aus dem Nichts hervor. Wenn man Hunger hatte sagte man „Sträßlein deck dich!“ und der Wunsch wurde einem Befehl. Dann tauchten auf ein Mal kleine rote Stühle und Tische auf. Einheimische die dort bereits aßen nickten einen einladend an. Sobald man sich zu ihnen setzte grinsten sie und nickten etwas heftiger.

Das wunderbare an diesen Ständen war, dass man nicht die Qual der Wahl hatte. Das hilft unentschlossenen Personen wie mir und vor allem schafft es Abhilfe was die Sprachbarriere angeht. Man zeigt einfach mit der Hand wie viele Teller man serviert haben möchte und erhält wenig später eine Suppe oder ein anderes Gericht.

Die Suppen habe ich richtig genossen. Sie bestanden zumeist aus Nudeln, ein wenig Rindfleisch und vielen frischen Kräutern, die auf einem extra Teller serviert wurden. Darunter Minze, Koreander und Thaibasilikum. Würzen konnte man außerdem mit Fischsauce, Limettensaft und kleinen Chillistückchen.

Sind die Mägen gesättigt, verschwinden die kleinen Stände samt all den heruntergefallenen Papierservietten so schnell wie sie gekommen sind. Die Straßen sehen plötzlich aus, als wäre hier nichts Ungewöhnliches geschehen. Es ist wie ein kleiner (leckerer) Spuk oder ein Puppentheater, dass jeden Mittag aufs neue vortanzt und immer wieder die Zelte abbricht.

Ganz schön toll das Ganze! Ich will das auch können und mit nach Hause nehmen!

Da hilft nur Eins. Ab in eine der zahlreichen Kochschulen. Ich habe mir einen Kurs gesucht, indem man „Streetfood“ kocht. Der Kurs und das dort gekochte essen waren unglaublich gut und lecker. Die Köchin war eine sehr charismatische Frau mit gutem Englisch. Obwohl das Gekochte hervorragend war, war es leider nicht das Gleiche wie auf der Straße. Es war einfach angepasst auf den westlichen Geschmack. Das kann man der Köchin jedoch nicht vorhalten, denn es ist das Erste, was sie uns im Kurs mitgeteilt hat.

Wer in Hoi An an einem solchen Kurs interessiert ist kann ich die Schule Morning Glory empfehlen.

2 Comments

  1. schöne (food-)Fotos, löst leckere Essensphantasien aus 😉

    • Für echte Essträume kann ich Hoi An nur empfehlen. Eine kulturelle Stadt, mit gutem Essen und schönen Stränden. Ich schwelge ganz schön in Erinnerungen 🙂

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