Auf dieser Reise habe ich mich langsam mit Vögeln angefreundet und sie faszinieren mich mittlerweile sogar. Doch als ich hörte, dass es in Neuseeland nur von Vögeln so wimmelt und man hier sogar „Bird watching Tours“ buchen kann fiel meine Begeisterung ersteinmal ganz tief nach unten. Unter den Keller sozusagen.

Am häufigsten gibt es Enten. So viele, dass ich ihren Morgenschrei irgendwann perfekt nachamen konnte und meinen Zeltpartner Maarten damit geweckt habe.

Doch es gab auch solche Vögel, die unheimlicher Weise recht neugierig waren. Kleine, schwarz weiße waren das. Mit langen Schwanzfedern. So bin ich durch den Wald einen schlammigen Hügel hinaufgelaufen und dieser kleine Mistkerl (entschuldige lieber Vogel, doch dies ist der einzige Name den ich dir aktuell vergeben mag) flog ununterbrochen neben mir her. Schulter an Schulter sozusagen. Wer wäre da nicht schneller gelaufen?
Aber Vögel können fliegen! Und sind auch noch schnell dabei. Irgendwann hatte ich ihn dann endlich abgeschüttelt und habe mich ein wenig beruhigt.
Bis ich vor einem unüberwindbaren Schlammloch stand und umdrehen musste. Da sah ich dem Schrecken ins Auge. Der Vogel hatte mich doch tatsächlich weiterhin verfolgt und flog nun beinahe auf der Stelle vor mir und beäugte mich neugierig. Selbst die Anti-Vogel-Wunderwaffe (mein weißer Fleece Pullover) konnte nichts gegen ihn ausrichten. Also ging es in geduckter Haltung und in Windeseile an ihm vorbei. Erst oben auf dem Hügel ließ er mich dann in Ruhe.

Mit einer Vogelart habe ich mich jedoch gut gestellt. Dabei handelt es sich um den Kea; ein sehr neugieriger, intelligenter Papagei. Sein Gehirn soll wohl fast dem eines Affen gleichen. Er lernt schnell und weiß auch wie man Menschen ablenkt um an Futter zu gelangen.

„The cheeky mountain kea has just ulled off one of his best practical jokes on two climbers in the Mt Cook National Park. Camped in the Mueller Hut, the two men were about to make an attempt on Mt Sealy when they were thwarted by the wily bird. Up early, they went to leave the hut at 4am, and found the door locked. It appears that during the night the kea had slid the bolt shut. „Apparently this kea has been sitting on a rock watching climbers open and shut the door and he learnt how to do it.“ the chief ranger said today. The two climbers finally managed to escape from the hut after an hour of jostling and shaking the door to budge the bolt – but it was too late to climb the mountain that day.“; DOC mueller hut flyer

Meistens sieht man Keas in kleinen Gruppen. Und so ging es auch Maarten und mir. Direkt vier Keas beäugten uns neugierig von nah und fern. Zuerst hörten wir sie nur und zulezt hatten wir sie um uns und konnten mit ihnen spielen. Dabei waren unsere Augen immer auf unsere Ruckstände gerichtet.

Der Kea ist einfach nur ein witziger Vogel, man muss einfach fasziniert sein von ihm.
Hier findet ihr einen Wikipedia Eintrag. Interessant ist der Abschnitt zu Ernährung und Lebensweise

Für ganz neugierige gibt es hier einen 13 minütigen Film: nzonscreen

6 Comments

  1. Forse l`uccellino bianco/nero voleva filosofare con te sul senso della vita come la cornacchia nel film di Pasolini.
    Un abbraccio

  2. Was für phänomenale Bilder! Toll!
    Vom Vogel verfolgt zu werden klingt lustig 🙂 Ich kenn das bisher immer nur von Wespen. Und mit Affen hatte ich auch sehr unangenehme Begegnungen.

    • Na die Vögel und ich wir haben keine gute Verbindung. Ich mag sie nicht sonderlich. Doch seitdem ich reise finde ich sie immer mehr faszinierend.

  3. O LOVE THESE BIRDS!! TSCHIIIIEEEEEP from Berlin 🙂

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