Die letzten Attraktionen in Patagonien waren stark mit den Zweifeln geprägt nach Ushuaia zu fahren oder nicht. Doch letzten Endes hat für mich der starke, patagonische Wind und die nach Süden nochmals steigenden Preise das Verlangen in den Norden zu reisen verstärkt. Und somit blieben in Patagonien nur noch drei Orte:

El Calafate mit dem Perito Moreno Gletscher.
In El Calafate haben wir die schlechteste Parilla in ganz Argentinien gegessen. Ein unglaublich dramatisches Ereigniss, da ich mich nach dem W sehr nach einem gutem argentinischen Stück Fleisch gesehnt hatte. El Calafate war jedoch nicht nur traumatisch sondern auch wunderschön!

Der Perito Moreno Gletscher
Schätzungsweise haben Ruth und ich am Perito Moreno Gletscher zwei Stunden damit verbracht auf den Gletscher zu starren um ab und zu kleine Teile in den Fluß stürzen zu sehen. Bis dann plözlich eine riesige Säule des Gletschers ganz langsam anfing sich zu neigen und anschließend vollständig herunterstürzte. Kaum zu glauben, dass dieses riesige Stück Eis ohne weiteres wieder erstetz wird.






In El Calafate habe ich mich auch von meinem dicken Südamerika Reiseführer getrennt und habe ihn in einige wenige hilfreiche Stücke geteilt.

El Chalten
In El Chalten hieß es wieder “WANDERN” … doch bald schon machten sich die Spätfolgen des “W” bemerkbar und zwar mit allen möglichen Zipperlein. Nach einem langen Wandertag folgte dann lediglich ein zweiter mit einem kurzem Spaziergang zum Mirador del Condor. Schade, dass die Kondore hier nicht so nah zu sehen waren wie in Peru. Trotzdem sind sie auch von Weitem wieder beeindruckend und majestätisch gewesen. Ruth konnte sie sich außerdem durch ihr Fernglas näher holen.








Penisula Valdes
Zur Penisula Valdes fährt man, um sich Tiere anzusehen. Darunter Wale, Pinguine, Nandu (straussenähnliche Vögel) etc. Die erste große Mission waren dabei die Wale. Leider war denen warm und sie sind nur so dahingedümpelt. Wir konnten nur einen kleinen Teil ihrer Köpfe sehen. Und die sahren dann eher aus wie Felsen. Immerhin schwamm neben jedem Wal ein kleiner Babywal.








Zu viert haben wir uns ein Auto mit Fahrer geleistet und haben auf der Halbinsel alles genau unter die Lupe nehmen können.


Stunden haben wir auf die Orcas gewartet. Und keiner kam. An einem anderen Strand liefen wir nichts ahnend daher und erhaschten noch die letzten Sekunden eines Orcas direkt in Strandnähe. Statt wie zuvor mit der Kamera ständig im Anschlag, haben wir den Moment einfach genossen. Wahrscheinlich auch besser so.

Doch ich muss mich hier mal beschweren. Am vorabend trafen wir Mädels, die mehrere Orcas bewundern konnten. Und generell treffe ich ständig Leute, die unglaublich viele Tiere sehen. Ich scheine keine gute Aura für diese Dinge zu haben. Tauche ich auf, so tauchen alle interessanten Tiere ab. In diesem Fall sogar Wort wörtlich.





Nach diesem gelungenem Tag haben wir uns mit einem gelungenem Picknick und Wein auf einen Berg gesetzt und den Sonnenuntergang genossen, bevor es wieder kalt wurde.