Im “W” habe ich mich absolut frei gefühlt.

Das W liegt im Nationalpark Torres del Paine und heißt vier Tage wandern, campen und genießen. Außer der schönen Landschaft kann man hier auch alle vier Jahreszeiten erleben. Denn zwischen

- Winter (Gletscher und Schneeflächen),
- Frühling (Wiesen mit Blumen),
- Sommer (T-Shirt-Zeit) und
- Herbst (starker Wind und Regen)

konnten wir dort in den vier Tagen alles erleben. Und man merkt auf einmal, dass man der Natur ziemlich ausgeliefert ist. Der Wind hat mich am ersten Tag wort-wörtlich umgehauen. Der Weg war zwar an sich nicht so schwer, doch hatten wir alle unsere großen Rucksäcke an. So hatte der Wind ordentlich Angriffsfläche. Er hat mich daher am ersten Tag einfach gepackt und ein paar Meter weiter nach links gesetzt. Zum Glück bin ich mit einem Schrecken davon gekommen. Es hat mich ein wenig an mein altes Pixi-Buch erinnernt indem der kleine Hase mit seinem Regenschirm übers Land fliegt. Andere haben, vielleicht ein wenig passender, davon gesprochen, dass der Wind mit ihnen Rugby gespielt hätte.

Bilder Tag 1:


Die zweite Stelle an der es brenzlich wurde, war eine Kurve mit einem sehr schmalen Pfad. Dort war es ebenso windig, doch im Gegensatz zu dem Erlebnis zuvor war dort kein Spielraum um unbeschert umgeworfen zu werden. Meiner holländischen Campingpartnerin und mir wurde dann mit den Rucksäcken geholfen. Einige sind an dieser Stelle zurückgekerht und sind nicht weiter gegangen, denn in diesen Momenten war die Situation eher unangenhem. Doch letzen Endes bin ich stolz es geschafft zu haben.





Doch der Wind kann auch ein Zelt angreifen, und wenn dieses mit Ducktape geflickte Stäbe besitzt, die so natürlich nicht mehr funktionieren, dann kann es Menschen schon mal ordentlich auf den Kopf knallen (sorry, Ruth). Auch die Reißverschlüsse ließen zu wünschen übrig. So konnte man Außen- wie Innenzelt nur teilweise schließen. Nichtsdestotrotz habe ich jede Nacht wie ein Baby in meinem Schlafsack geschlafen. Dieser ist übrigends vor allem in der Zeit in den Anden zu meinem kleinen zu Hause geworden. Ebenso wie der Rucksack, der mittlerweile eine streng einzuhaltende Ordnung vorweist. Wird diese nicht eingehalten, so kann es zu kurzfristiger Nervosität und Aufregung führen. Für das W hatte ich den Rucksack jedoch volltsändig ausgepackt und alles im Hostal gelassen. Dafür war er mit nur absolut notwendigen Dingen, Lebensmittel und dem Zelt gepackt.

Bilder Tag 2:







Bilder Tag 3:




Am letzten Tag hat sich unsere Gruppe halbiert. DasBilder Tag 4:








Bis jetzt war für mich der Nationalpark Torres del Paine einer der aufregensten, fordernsten und schönsten Erlebnisse auf meiner Reise. Nächstes mal also das “O” (7 bis 10-Tage)!